Entwicklung und Geschichte der Schreibmaschine

Die Ursprünge sind nicht bekannt. Man einigte sich auf Henry Mill, der 1714 das erste bekannte Patent für den Vorläufer der Schreibmaschine erhielt. Es handelte sich hierbei wohl eher um die Idee einer Schreibmaschine.

Die erste wirklich gebaute Schreibmaschine kam wahrscheinlich von dem Italiener Pellegrino Turri 1808 für die erblindetet Gräfin Carolina Fantoni da Fivizzono.

Die erste funktions- und marktfähige Schreibmaschine, die sogenannte Skrivekugle oder Schreibkugel, erfand der Direktor eines dänischen Taubstummeninstitutes, Pastor Malling. Hansen, im Jahr 1865.

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Der berühmteste Kunde von Malling Hansen war der Philosoph Friedrich Nietzsche.

Die erste in größeren Stückzahlen hergestellte Schreibmaschine war der Sholes & Glidden Typewriter der US-amerikanischen Waffenfabrik Remington, 1874.

 

 

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Die erste in Deutschland produzierte Schreibmaschine brachte 1882/83 die Hamburger Nähmaschinen-Fabrik Guhl & Harbeck unter der Bezeichnung „Hammonia“ auf den Markt.

1910 gab es in den USA bereits mehr als einhundert Schreibmaschinenfabriken

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Aus Dresden kam mit Erika No. 1 die erste deutsche Reiseschreibmaschine.

Werbeanzeige für die Erika-Reise-Schreibmaschine, 1910

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Höhepunkt und Niedergang

Die Entwicklung der Schreibmaschine erreichte schon Ende der 1980er-Jahre ihren Höhepunkt. Die teuren Spitzenmodelle waren Textverarbeitungssysteme und verfügten über einen Bildschirm, Diskettenlaufwerke und andere Massenspeicher, waren komfortabel, ergonomisch, schnell und lieferten ein makelloses Schriftbild, viel besser als die damals üblichen Matrixdrucker der bereits boomenden EDV. Diese Systeme kosteten jedoch meist mehrere tausend DM, waren dafür aber als Büromaschinen für die tägliche achtstündige Arbeit ausgelegt. Kleinschreibmaschinen waren sehr günstig zu haben, da immer mehr Bauteile preiswert aus Kunststoff gefertigt und die Elektronik immer höher integriert werden konnte.

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Auch der ökologische Aspekt wurde von vielen Herstellern beherzigt. Anfang der 1990er Jahre fielen noch etliche Mengen an aufgebrauchten Farbbandkassetten an, welche normalerweise über den Hausmüll entsorgt wurden. Triumph-Adler verkaufte seine Kassetten unter anderem auch in einer 10er-Box (Öko-Box), welche man nach deren Aufbrauchen kostenlos an Triumph-Adler zurückschicken konnte. Die Farbbandkassetten konnten sortenrein recycelt werden. Triumph-Adler fertigte daraus Gehäuseteile für ein Sondermodell der elektronischen Reiseschreibmaschine „Gabriele 100“, welche in dieser Ausführung statt eines möwengrauen Gehäuses ein schwarzes Gehäuse hatte. Dieses Modell hätte trotz einiger Beliebtheit sicherlich mehr Erfolgschancen gehabt, wenn es nicht ungleich teurer als das Standardmodell gewesen wäre.

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Zu Beginn des Jahres 2003 wurde die Schreibmaschine aus dem Verbraucherindex  gestrichen, nachdem sie fast vollständig durch computergesteuerte Drucker verdrängt worden war.

 

Weltmeisterschaften im Schnell-Schreiben

Geübte Zehnfingerschreiber erreichen bei einem 10-Minuten-Test 200 bis 400 Anschläge pro Minute. Als physisch maximal erreichbare Höchstgrenze gelten 750 Anschläge pro Minute. Ein weiterer Geschwindigkeitszuwachs kann durch Einsatz von Tastaturkürzeln erreicht werden, sodass auf internationalen Wettbewerben derzeit regelmäßig 900 Anschläge pro Minute erreicht werden. Der aktuelle Weltrekord von etwa 1000 Anschlägen pro Minute wird von Helena Matouskova aus Prag gehalten. Im Training können Spitzenschreiber Ergebnisse von mehr als 1200 Anschläge pro Minute leisten.

Bei den Deutschen Meisterschaften 2010 wurden im Tastschreiben (10-Minuten-Perfektion) fehlerfrei 5.427 Anschläge erreicht. Das sind 542 Anschläge pro Minute. Im Tastschreiben (30-Minuten-Schnellschreiben) wurden 15.289 Anschläge bei 8 Fehlern erreicht. Das sind 510 Anschläge pro Minute.Helena Matouskova aus Prag hat bei den Weltmeisterschaften 2001 in Hannover den ersten Platz im Maschinenschreiben (30-Minuten-Schnellschreiben, 24630 Anschläge, 4 Fehler) mit 821 Anschlägen pro Minute erreicht.  *

Standard-Tastaturbelegung

Bestimmte Systeme der Tastaturbelegung haben sich durchgesetzt, im deutschen Sprachraum die sogenannte QWERTZ-Belegung. Der Name ergibt sich aus den ersten sechs Tasten der obersten Buchstabenreihe.

Diese Belegung geht auf die amerikanische QWERTZ- Tastaturbelegung von Christopher Latham Sholes zurück, der diese vermutlich ca. 1868 entwickelte. Ziel war es, die am häufigsten vorkommenden Buchstabenfolgen räumlich möglichst zu trennen, allerdings nicht, wie häufig angenommen, im Interesse flüssigen Schreibens. Wenn häufig als Kombination vorkommende Buchstaben auf der Tastatur nebeneinander liegen, so liegen auch die Hämmerchen dieser Buchstaben im Mechanismus der Schreibmaschine nebeneinander, haben somit eine größere Berührungsfläche und verhaken sich öfter. Diese Anordnung, die weniger auf ergonomischen Überlegungen basiert als auf einer statistischen Untersuchung über die Häufigkeit von Buchstabenfolgen in der englischen Sprache, führte zur QWERTY- bzw. QWERTZ-Tastaturbelegung, die sich aber erst um 1920 gegen andere Belegungen durchsetzen konnte. Unangenehmer Nebeneffekt dieser Technik ist eine Verlangsamung des Schreibflusses.

 

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